


Genauso divers wie die Funktionen und die Ausgestaltung der Sekretorischen Gewebe sind die Lagerungsmöglichkeiten für die produzierten Stoffe. Im Folgenden wird eine (beschränkte) Auswahl von Lagerungsstrategien aufgezeigt.
Milchsäfte werden in Systemen aus Milchröhren von der Pflanze gelagert. Diese liegen entweder als gegliederte oder aber als ungegliederte Zellröhren vor, die den ganzen Pflanzenkörper durchziehen. KÜCK und WOLFF (2002) beschreiben die gegliederten Milchröhrensysteme als Syncytien die durch Auflösung von Querwänden entstehen und in denen der Zellsaft, bzw. das Plasma in einem Pflanzenweiten Netzwerk fließt.
"Ungegliederte Milchröhren wachsen als polyenergide (vielkernige) verzweigte Zellen durch den ganzen Pflanzenkörper und gehören zu den größten Zellen (u.U. mehrere Meter lang)". (U. Kück, G. Wolff (2002): Botanisches Grundpraktikum. Springerverlag. S.39)
Schizogen entstandene Interzellularräume entstehen durch die teilweise Auflösung der Mittellamelle. In solchen Hohlräume werden z.B. Harze, Balsame oder Schleime gelagert indem die entstandenen Behälter mit sezernierenden Epithelien ausgekleidet werden, die dann die Hohlräume füllen. (Abbildung 2 zeigt das Drüsenepithel, braun und die umgebenden Parenchymzellen, hell)
In diesem Fall wird durch Lyse (Auflösung von Zellen) ein Interzellularraum geschaffen in dem dann Etherische Öle gespeichert werden können.
Ölspeicherzellen entstehen entweder durch lysigene (Abbildung 3) oder schizogene Hohlraumbildung.