Speicherparenchyme dienen der Pflanze zur Aufbewahrung nicht benötigter Stoffwechselsubstanzen. Diese Stoffe werden in unterschiedlichen ober- und Unteridischen Depos aufbewahrt.
Jenachdem welche Organe für die Speicherung genutzt werden kommt auch unterschiedlichen Parenchymen die Speicherfunktion zu.
"Im Stamm von Holzpflanzen übernimmt das Holzparenchym, das den sonst toten Holzkörper als zusammenhängendes Netzwerk durchzieht, Speicherfunktion" (P.Sitte, E.W. Weiler, J. W. Kadereit, A. Bresinsky, C. Körner (2002): Strasburger Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 35.Auflage. Spektrum Akademischer Verlag. S122.)
Aber auch das Rindenparenchym, das Markparenchym oder die Parenchymstrahlen (Markstrahlen) können Speicherfunktion haben.
Kleine Moleküle werden meist in gelöster Form in den Vakuolen gespeichert, Makromoleküle jedoch nur selten. Sie werden als mikroskopisch sichtbare Aggregate (Proteinkörper, Stärkekörner) im Plasma deponiert.
Zucker werden z.T. in beträchtlichen Mengen im Parenchym von Früchten (Fruchtfleisch) eingelagert.
Stärke findet man in Samen (im Endosperm = parenchymatisches Gewebe), in Wurzeln, Wurzelknollen, Sproßknollen u.a.