
Sowohl die Siebfelder als auch die Siebplatten sind auf die gleiche Weise aufgebaut. Sie bestehen aus so genannten Siebporen, dabei handelt sich um Löcher in der Zellwand die einen Durchlass für zu transportierende Stoffe bilden. Im Gegensatz zu den Tüpfeln zwischen Strasburger oder Geleitzelle und dem Siebröhrenelment gibt es keine Primärwand mehr.
Die Kallose die auf der Abbildung links zu sehen ist hat zwei Aufgaben. Erstens verschließt sie bei einer Verletzung der Zelle die Siebporen (Wundkallose) und zweitens lagert sie sich in alternden Siebelementen an und verstopft diese endgültig.
Nach RAVEN (2000) ist sowohl die Kallose, aber auch das P-Protein (Phloem-Protein) ein Ausdruck der Verletzung einer Zelle und kommen beide im unverletzten Zustand in der Zelle nicht vor.
Das P-Protein ist eine proteinöse Substanz, die sich während der Genese der Siebröhrenelemente bildet und sich in der gereiften Siebröhre zusammen mit den andren Elementen des Protoplasten an die Zellwand anlagert. Außerdem kleidet das P-Protein in der unverletzten Zelle die Siebporen aus, ohne diese zu verschließen (RAVEN 2000).