Im Gegensatz zu den Sklerenchymzellen sind bei Kollenchymzellen die Primärwände verdickt. Durch die Einlagerung von Pektinen oder Cellulosefibrillen entsteht eine Gewebe mit einer hohen Elastizität und Dehnbarkeit. Da diese Zellen leben werden nicht alle Wandbereiche verdickt, damit ein Stoffaustausch mit benachbarten Zellen stattfinden kann.


Je nachdem welche Teile der Zellwand verdickt sind werden die unterschiedlichen Kollenchyme entsprechend ihrer Erscheinungsform als Platten-, Kanten-, Ecken- oder Lückenkollenchym bezeichnet. Wenn Sie in Blättern als Stabilisierungselement dienen werden sie als Kollenchym-, und später als Sklerenchymrippen um die Blattadern gelegt. Weitere Kollenchymstrukturen im Blatt sind Blattrandleisten, bei denen eine Beziehung zu externen mechanischen Beanspruchung nach ESCHERICH (1995) aber nicht ersichtlich ist.