Festigungsgewebe

Kollenchym

Definition:

„Das Collenchym ist ein Gewebe aus Collenchym-Zellen; diese sind, genau wie Parenchymzellen, im ausgewachsenen Zustand lebend. Collenchym tritt normalerweise in gesonderten Strängen oder in Form zusammenhängender Zylinder dicht unter der Epidermis von jungen Sproßachsen und Blattstielen (Petiolen) auf. Außerdem umgrenzt es die Blattnerven eudicotyler Pflanzen.“ (P.H. RAVEN et.al (2000): Biologie der Pflanzen. 3.Auflage. S. 609-610)

Aufbau

Im Gegensatz zu den Sklerenchymzellen sind bei Kollenchymzellen die Primärwände verdickt. Durch die Einlagerung von Pektinen oder Cellulosefibrillen entsteht eine Gewebe mit einer hohen Elastizität und Dehnbarkeit. Da diese Zellen leben werden nicht alle Wandbereiche verdickt, damit ein Stoffaustausch  mit benachbarten Zellen stattfinden kann.

Eckenkollenchym Begoniaceae, Begonie spec.
Eckenkollenchym Begoniaceae, Begonie spec.
Plattenkollenchym_klein (1K)
Plattenkollenchym, Oleaceae, Fraxinus spec. Quelle: http://botweb.uwsp.edu/anatomy/ images/collenchyma/pages/ Anat0049.htm Datum 28.02.2004

Je nachdem welche Teile der Zellwand verdickt sind werden die unterschiedlichen Kollenchyme entsprechend ihrer Erscheinungsform als Platten-, Kanten-, Ecken- oder Lückenkollenchym bezeichnet. Wenn Sie in Blättern als Stabilisierungselement dienen werden sie als Kollenchym-, und später als Sklerenchymrippen um die Blattadern gelegt. Weitere Kollenchymstrukturen im Blatt sind Blattrandleisten, bei denen eine Beziehung zu externen mechanischen Beanspruchung nach ESCHERICH (1995) aber nicht ersichtlich ist.


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